Ulrich Berlet

Buchautor, Kulturliebhaber, Kunstfreund, Wanderer und Fahrradfahrer aus Düsseldorf

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30 Fragen und Antworten

Literatur

Welches ist das beste Buch, das du je gelesen hast?   Sebastian Haffner, Amerkungen zu Hitler

Wer ist dein Lieblings-Roman-Schriftsteller? Joseph Roth

Wer ist deine Lieblings-Roman-Schriftstellerin?  Donna Leon

Welcher jüngere Roman-Schriftsteller gefällt dir am besten? Horst Eckert

Welche jüngere Roman-Schriftstellerin gefällt dir am besten? Hera Lind

Was sollte ein guter Roman nach deiner Ansicht leisten? Eine interessante Geschichte erzählen, die mit Freude und Spaß zu lesen ist. Gern können auch Denkanstöße gegeben werden.

Wie sollte ein lesenswertes Sachbuch nach deinen Vorstellungen beschaffen sein? Anschaulich und kompetent das im Titel genannte Sachgebiet beschreiben und analysieren, zum größtmöglichen Nutzen für den Leser. Sachbücher dürfen auch unterhaltsam und spaßig sein, niemals so trocken und leidenschaftslos wie eine technische Dokumentation. Auch sollte der Autor stets eng am Thema bleiben und nicht anfangen zu schwafeln. Ferner ist es nicht sinnvoll, um etwaige Wissenslücken herumzuschreiben. Eine gute Recherche schützt vor solchen Versuchungen.

Musik

Welcher Popsong hat bei dir Chancen als der größte und beste aller Zeiten zu gelten? Bob Dylan, Like a Rolling Stone

Hast du einen Lieblingskomponisten? Beethoven. Daneben schwärme ich auch für Mozart und Bach.

Hast du einen Lieblings-Dirigenten? Ja, Michael Tilson Thomas

Gibt es für dich ein Lieblings-Orchester? Düsseldorfer Symphoniker

Welcher Pop-Sänger gefällt dir am besten? Adel Tawil

Welche Pop-Sängerin gefällt dir am besten? Lena

Welche Popgruppe gefällt dir am besten? Silbermond

Welcher Nachwuchs-Pop-Star gefällt dir am besten? Mike Singer

Hast du A-Capella-Vorlieben? Die Prinzen.

Film/Video/TV/Internet

Was war die spannendste TV-Dokumentation, die du je gesehen hast? - Colonia Dignidad (ARD)

Welche Serie hast du zuletzt einen ganzen Tag lang durchgeguckt? - Das Boot (ZDF) in einer persönlichen langen Filmnacht

Was ist dein Lieblingszitat aus einem Film? Die Dinge müssen sich wandeln, um die gleichen zu bleiben (Burt Lancaster in Der Leopard)

Welches ist der schlechteste Film, den du jemals gesehen hast? - Im Reich der Sinne (grauenhaft)

Welche TV-Sequel der jüngeren Zeit fandest du besonders sehenswert? Bad Banks

Welcher Schauspieler aus Theater, Film, Fernsehen oder Video gefällt dir am besten? Daniel Brühl

Welche Schauspielerin aus Theater, Film, Fernsehen oder Video gefällt dir am besten? Martina Gedeck

Hast du einen Lieblingsregisseur? Ich finde Sönke Wortmann und Tom Tykwer gleichermaßen gut.

Auf welcher Website verbringst du die meiste Zeit online? YouTube

Kunst

Wer ist dein Lieblingsmaler? Rembrandt

Was hältst du von Foto-Kunst? Da ist mir vieles zu düster und übertrieben schwarz-weiß-affin. Bei meinen eigenen Fotos achte ich auf schöne Formen, Stimmungen und Landschaften. Auch arbeite ich gern mit vielen Farben.

Welchem derzeit lebenden bildenden Künstler neigst du am ehesten zu? Georg Baselitz

Freizeit

Lieber im Club feiern gehen oder Netflix zu Hause auf der Couch? Live-Entertainment auswärts mit interessanten und lustigen Menschen ist mir lieber als Linear-TV oder Streaming im häuslichen Wohnzimmer. Auch Ausstellungseröffnungen, Kulturveranstaltungen, Konzerte, Vorträge und Podiumsdiskussionen können sehr interessant und anregend sein.

Welchen Sport treibst du am liebsten? Wandern und Radfahren

Der erste Schultag

Lang, lang ist es her – es war im Frühling des Jahres 1959. Eingeschult wurde damals noch kurz nach Ostern. Der Schuljahreswechsel zu den Sommerferien wurde erst acht Jahre später eingeführt. Was damals wirklich passierte, erschließt sich mir heute aus eigenen, nebulösen Erinnerungen, späteren Berichten meiner Eltern und Geschwister sowie anderen Zeugnissen.

Danach muss sich die Sache folgendermaßen zugetragen haben: ich war noch keine sechs Jahre alt und einer der kleinsten „I-Dötze“. Dem damaligen Rektor, einem älteren, gütigen und milde gestimmten Herrn, war dies aufgefallen. Nach den Erzählungen meiner Mutter neigte er sich zu mir und sagte, dass ich noch ordentlich wachsen müsste, um ein großer Junge zu werden. Er meinte auch, „das wird schon werden“, und wünschte mir alles Gute. An meiner Zuckertüte hatte ich ordentlich zu schleppen. Ich werde dort auch oft hingelangt haben, um mir diesen Einschnitt in meinem jungen Leben gehörig zu versüßen. Der Schulranzen war neu und roch nach frischem Leder. Auch der Inhalt war völlig unbenutzt und bildete mein zukünftiges Spiel-und Arbeitszeug.

Gänzlich unbekannt war mir diese Situation nicht. Im Kindergarten hatte der eine oder andere schon etwas darüber gehört und weitererzählt. Auch war meine ältere Schwester ein Jahr vorher in die Schule gekommen und hatte danach in ihrer prahlerischen Art interessant und spannend anhörende Geschichten darüber zum Besten gegeben. Meine Eltern hatten mich sorgsam auf diesen Tag eingestimmt und gesagt, dass jetzt „ein neuer Abschnitt“ in meinem Leben beginne.

Wir waren ungefähr fünfundzwanzig Erstklässler in der damaligen evangelischen Grundschule. Die meisten kannte ich schon aus dem nahegelegenen, ebenfalls evangelischen, Kindergarten, was von mir als angenehm vertraut empfunden wurde. Dies war wahrscheinlich das einzig Positive des in jener Zeit konfessionell gegliederten Schulwesens, welches meine Eltern kritisch sahen. Kinder anderen Glaubens lernte ich bis zum Übergang auf das Gymnasium nicht kennen. Die „Schwarzen“ waren in unserem Stadtteil eindeutig in der Minderheit, bestanden hauptsächlich aus Zugezogenen und waren im „Dorf-Establishment“ nicht vertreten. Die meisten von denen lebten auch noch etwas abgelegen in einer eigenen Siedlung mit kleinen Häusern, die samt Kirche kurz nach dem Zweiten Weltkrieg für Flüchtlinge aus dem Osten und andere Wohnungslose gebaut worden waren. Über das Leben, den Kindergarten und die Schule dort, gab es bei uns die wildesten Gerüchte. Wir waren in der Mehrheit, kamen oft aus alteingesessenen Familien und fühlten uns stark.

Dies nur als Erklärung des zeitgeschichtlichen Hintergrunds. Zurück zum ersten Schultag. Wir versammelten uns alle mit Eltern oder Elternteil auf dem Hof, wo bei dem schönen Wetter viele Stühle herausgetragen worden waren. Der schon erwähnte Schulrektor hielt eine Rede mit aufmunternden Worten. Danach ging es in den Klassenraum. Die Lehrerin, die ich noch zwei Jahre haben sollte, war echt nett. Sie bereitete uns einen schönen ersten Tag. Die neuen Hefte konnten wir im Tornister lassen. Statt dessen kamen Zeichenblock und Buntstifte zum Einsatz, womit ich schon im Kindergarten gern hantiert hatte. Alsdann wurde fleißig gemalt und gezeichnet.

An das Thema des Werks kann ich mich heute nicht mehr erinnern. Es ist auch nirgendwo herausgehoben, über viele Jahre ausgestellt oder aufgehoben worden, weder bei uns zu Hause, noch in der Schule oder anderswo. Für mich muss es trotzdem eine große Bedeutung gehabt haben. Stolz habe ich es nach meinem ersten Schultag überall vorgezeigt und mit zwei Heftzwecken an einer Wand in meinem Kinderzimmer befestigt. Jeder Besucher musste sich dieses Buntstiftgemälde anschauen.

 

 

 

Warum Düsseldorf den Status ‚Kult‘ besitzt

  1. Durch Düsseldorf fließt der Rhein. Das macht dieser Fluss auch in vielen anderen Städten, jedoch hier findet der lange, mächtige Strom sein Bett in mehreren, schwungvollen Windungen, die zusammengefasst ‚Rheinknie‘ genannt werden.

  2. Das ein- bis zwei Mal im Jahrzehnt wiederkehrende Rhein-Hochwasser, welches in vielen Landschaften jenseits des links und rechts verlaufenden Flussufers große Gebiete überschwemmt, verschont Düsseldorf weitgehend und überflutet nur schlecht eingedeichte Randflächen der Stadt.

  3. Aus Düsseldorf kommt ein Gewürz, dessen Fähigkeit zur geschmacklichen Durchdringung von Speisen nahezu unerreicht ist. In Anlehnung an das Stadtwappen trägt es die Bezeichnung ‚Löwensenf‘.

  4. Die Menschen in Düsseldorf verehren ein alkoholhaltiges Getränk namens ‚Altbier‘ und besingen es in vielen Liedern. Auch dies ist eindeutig Kult.

  5. Die Gaststättendichte in Düsseldorf ist bereits in den Außenbezirken überdurchschnittlich hoch und steigt zur Mitte rapide an, wobei das Epizentrum im historischen Siedlungskern namens ‚Altstadt‘ liegt.

  6. Die Zusammenballung von Bewirtungsbetrieben im historischen Zentrum von Düsseldorf von Düsseldorf regte in der Vergangenheit statistisch interessierte Mitbürger an, die Anzahl der dort befindlichen Schanktische mit deren Länge zu multiplizieren. Als Ergebnis wurde festgestellt, dass Düsseldorf „die längste Theke der Welt“ besitzt. Auch die ist eindeutige Kult.

  7. In Düsseldorf finden überdurchschnittlich viele Volksfeste statt, wodurch auch viele Touristen angezogen werden.

  8. Düsseldorf besitzt Deutschlands größten Skate-Park an der Heidelberger Straße im Stadtteil Eller. Dies ist mindestens für alle Skateboardfahrer eine krasse Kult-Location.

  9. Düsseldorf besitzt einen Fußballverein, der in seinem Namen das lateinische Wort für ‚Glück‘ trägt, jedoch in den letzten Jahrzehnten oft Pech gehabt hat. Dieser Klub verfügt über eine Anhängerschaft, deren Begeisterungsfähigkeit häufig im umgekehrten Verhältnis zu den spielerischen Leistungen der 1. Mannschaft steht. Dies nennt man gemeinhin Kult.

  10. In Düsseldorf ist ein bekannter Eishockey-Club zu Hause. Er schaffte es, diesen Sport bereits vor Jahrzehnten im niederrheinischen Flachland populär zu machen. Außerdem blieb er 36 Jahre lang ohne Unterbrechung in der höchsten Spielklasse und errang achtmal die deutsche Meisterschaft.

  11. In der großen Stadt an der Düssel befindet sich auch das ‚Deutsche Keramikmuseum‘ als bedeutendste und universellste Einrichtung seiner Art. Meist wird es liebevoll ‚Hetjens‘ genannt. So hieß bereits der Gründer dieser Institution. Vor allem von älteren Damen wird dieser Ort als Kultstätte betrachtet.

  12. Düsseldorf ist weit über seine Grenzen bekannt für außergewöhnliche Aktivitäten im Straßenverkehr, die meist das Gegenteil der ursprünglichen Ziele erreichen. So ist das Abstellen von Fahrzeugen in der zweiten Reihe sehr beliebt, was zusätzlichen Parkraum schafft, sich jedoch negativ auf den Verkehrsfluss auswirkt.

  13. Auch die vielen Baustellen, die nicht zuletzt wegen der hohen Straßenabnutzung eingerichtet werden müssen, begünstigen zunächst einmal die Entstehung von Zähflüssigkeit und Stau.

  14. Trotz der hiesigen großen Anzahl von hochpreisigen Autos mit vielen PS sind inzwischen eine Reihe von Umweltspuren auf stark frequentierten Verkehrsadern eingerichtet worden, die den Raum für private Kraftfahrzeuge verringern zugunsten von ÖPNV-Bussen, Taxen und Fahrrädern. Darüber hinaus sind eine Reihe von neuen Radwegen auf innerstädtischen Routen hinzugekommen.

  15. Verglichen mit anderen großen Städten, ist der Anteil von Grünflächen in Düsseldorf sehr hoch. Eine ausgedehnte Parkanlage reicht bis in das Herz der Innenstadt. Auch dies ist Kult.

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